Work First

Es gibt verschiedene Möglichkeiten um (langfristige) Inaktivität zu durchbrechen. Die zielführendste Methode ist jedoch das direkte Anbieten von Arbeit. Den Vorzug hat dabei eine reguläre Anstellung, wenn diese jedoch nicht möglich ist, eine geförderte oder unbezahlte Arbeit der Ausgangspunkt.  

Work First ist die schrittweise Erarbeitung einer Situation, aus der ein Großteil der Klienten – auch diejenigen, die nicht direkt reguläre Arbeit finden – an einer Arbeitsaktivität teilnimmt. Diese Arbeitsaktivität (16 – 24 Stunden pro Woche) ist Pflicht und wird mit dem aktiven Bewerben, Trainings und (kurzen) Schulungen kombiniert.  

Work First ist die ambitionierteste Form der Reintegration. An die Durchführung werden hohe Forderungen gestellt. Klar ist, dass die verpflichtenden Arbeitsaktivitäten vor allem dann effektiv sind, wenn sie sich an den Berufsmöglichkeiten der Klienten orientieren oder wenn Klienten dabei eine neue (Berufs-)Fertigkeit erlernen.  

Die Erfahrung zeigt, dass sich eine Work First-Methode über ein Wachstumsmodell entwickelt. Es muss fortwährend am Angebot von Vermittlung, Arbeitsaktivitäten, Trainings und Schulungen gearbeitet werden.